Zypern-Reise mit Dr. Stef Keris

Allgemeines:

Im Herbst diesen Jahres erlebte die DEEN Akademie eine exklusive Premiere: In Erweiterung unseres DII Kurses lief unser interaktives Programm „Erlebe Geschichte mit Stef Keris“ zum Start mit einer Reisegruppe bestehend aus 10 Teilnehmern ein ganz besonderes Ziel an, nämlich die Insel im Süden Europas, Zypern. Besonders ist sie vor allem deshalb, da nicht nur die Insel insgesamt geteilt ist, sondern vor allem ihre Hauptstadt bis heute die einzige Hauptstadt weltweit ist, die weiterhin geteilt bleibt. Ihr offizieller, wohlgemerkt englischer, Name lautet Nicosia. Aufgrund der Teilung hört nämlich jede Stadt auf Zypern auf drei Namen: auf einen englischen, einen griechischen und einen türkischen. Während also Nicosia der englische Ruf ist, hört die Hauptstadt ebenso auf ihren griechischen Namen, Lefkosia, und auch ihren türkischen, Lefkosha. Dies mag ein erstes Indiz für den Ursprung dieser Teilung sein und auch darauf, in welche Bevölkerungsgruppen sich das Land teilt. Damals besetzten nämlich die Engländer die Insel und spielten zwei Bevölkerungsgruppen des Landes gegeneinander aus: die griechischen und türkischen Zyprioten. Im Norden befindet sich das türkisch besetzte Gebiet, welches lediglich von der Türkei als offizielles Land, als die „offizielle türkische Republik Nordzypern“, anerkannt wird. Das Gebiet macht 38% der Insel aus. Auf der anderen Seite, im Süden, liegt dann der griechische Teil.

Unsere Reisegruppe fand sich auf der nördlichen Seite, im Norden Nicosias und damit also auf, wir erinnern uns, Lefkosha, in einem schönen und relativ neuen Hotel ein, das dafür recht preiswert war. Alle Teilnehmer empfanden den Aufenthalt dort als sehr angenehm und genoßen ihn in vollen Zügen. Die Unterkunft lag ziemlich zentral, sodass man überall zu Fuß hingehen konnte, nicht zuletzt deshalb, weil Lefkosha keine große Hauptstadt ist, da sie eben auf der türkischen Seite liegt, die nicht mehr als 100 000 Einwohner umfasst. Davon lebt in der Hauptstadt selbst nur ein ganz geringer Prozentanteil, um die 30-40 000. Viele Einwohner Lefkoshas arbeiten auch auf der „anderen“, der griechischen Seite, und so passieren tagtäglich eine Menge türkischer Zyprioten die Grenzkontrolle, die von unserem Hotel aus zu Fuß gerade Mal 6-7 Minuten entfernt lag.

Zypern als Ganzes ist außerdem Teil der EU, da allerdings der Norden türkisch besetzt ist, gelten dort spezielle Regelungen.

Aufenthalt:

Die Teilnehmer erreichten Nicosia an einem Donnerstagabend und wurden von Dr. Stef Keris persönlich empfangen und zum Hotel gebracht. Es wurde gemeinsam zu Abend gegessen und sie bekamen die ersten Infos rund um Zypern und das bevorstehende Programm an die Hand.

Am Freitag darauf blieb die Gruppe zunächst im Norden Zyperns und fuhr mit dem Bus zu der Hafenstadt Kyrenia (engl.), oder: Kyrinia (griech.) und Girne (türk.), für ein üppiges Frühstück bei wunderschöner Aussicht. Von dort aus ging es zurück in die Hauptstadt Lefkosha in die Hala Sultan Moschee, um erstmal das Freitagsgebet zu verrichten. Diese Moschee wurde vor einigen Jahren unter Erdogan erbaut und ist nicht zu verwechseln mit der renommierten Hala Sultan Tekke, die zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls von der Gruppe besucht wurde, doch dazu könnt ihr im weiteren Verlauf etwas lesen. Nach dem Freitagsgebet begab sich unsere Reisegruppe zur letzten Station auf dem heutigen Programm, nämlich in die Stadt Famagusta (engl), oder: Amochostos (griech.) und Magusa (türk.), die ebenfalls auf türkischer Seite liegt und die Ruinen beherbergt, die nach der Invasion Zyperns 1974 hinterlassen wurden. Der Freitag wurde also hauptsächlich dazu genutzt, den Norden Zyperns zu erkunden und festzustellen, welchen Einfluss die Invasion hatte. 

Am Samstag begab sich unsere Gruppe dann zu Fuß über die Grenze auf die griechische Seite Zyperns und besuchte die Omeriye-Moschee, benannt nach niemand geringere als dem Kalifen Umar (r.a.). Die Moschee wurde zum Andenken dort errichtet, wo Umar gebetet habe. Die Moschee ist noch voll intakt und gut besucht, denn auf griechischer Seite leben hauptsächlich Einwanderer aus Afrika und Asien, aus Ländern wie Senegal, Nigeria, Pakistan und Afghanistan. Dort ließ sich die Gruppe dann zum Gebet nieder und verbrachte ihren restlichen Morgen. Im Anschluss gab es eine Besichtigung eines Hauses, in dem damals ein Mann gelebt hatte, der als sog. „Dragoman“ tätig war, als Übersetzer für die Osmanen. Hadjigeorgakis Kornesios war ein griechischer Christ und übersetzte für die Osmanen von Griechisch auf Türkisch und lebte in dem besichtigten Haus relativ wohlhabend mit Bediensteten. Sein ehemaliges Heim demonstriert also: Obwohl man kein Muslim war, konnte man unter den Osmanen sozusagen trotzdem „Karriere machen“. Am Nachmittag ging es dann zurück auf die türkische Seite und es wurde in Lefkosha zu Mittag gegessen. Danach schlenderte unsere Gruppe durch den Norden der Hauptstadt und sah sich bis zum Abend die Architektur der Stadt genauer an. 

Der Abschluss der Reise wurde am Sonntag dann gekrönt mit einer Busfahrt zurück auf die südliche, die griechische Seite Zyperns, wo unsere Gruppe zwei Städte besuchte. In der Hafenstadt Limassol (engl.), oder: Lemessos (griech.) und Limasol/Leymosun (türk.), aßen die Teilnehmer in einem arabischen Restaurant zu Mittag und fuhren danach nach Larnaka (engl., griech., türk.), wo sie schließlich die bekannte Hala Sultan Tekke besuchten, die das Mausoleum der Tante unseres geliebten Propheten Muhammads ﷺ beherbergt. Aufgrund ihrer Lage und Funktion hat die Hafenstadt auch eine tolle Strandpromenade zu bieten, wo die Gruppe die letzten 2-3 Stunden spaziere ging, bevor sie sich am späten Nachmittag auf den Weg zurück nach Deutschland machte.

Eindrücke:

Weitere Einblicke und Informationen rund um Zypern bekommt ihr außerdem in unserer erstklassigen Dokumentation mit Dr. Stef Keris:


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2 Kommentare zu „Zypern-Reise mit Dr. Stef Keris“

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